Die Frage kommt jedes Jahr früher: Wann geht es los? Hier stehen die bereits angekündigten Termine für den Winter 2026/27 – und, weil das ehrlicher ist, gleich daneben die Einordnung, was so ein Datum im August wert ist.

Die angekündigten Termine

Diese Daten haben die Gebiete kommuniziert. Sie stehen unter dem üblichen Vorbehalt: Alle setzen genügend Schnee voraus.

DatumGebietWas öffnet
10. Oktober 2026Engelberg-TitlisGletscher
18. Oktober 2026DiavolezzaGletscherpiste
1. November 2026ZermattSunnegga / Rothorn
1. November 2026Saas-FeeWinterbetrieb
6. November 2026Davos KlostersParsenn
7. November 2026Verbier / 4 ValléesMont-Fort
8. November 2026Glacier 3000Gletscher
15. November 2026Engelberg-TitlisStand / Trübsee
21. November 2026St. MoritzCorviglia
21. November 2026Andermatt-SedrunGemsstock
28. November 2026Jungfrau Ski RegionGrindelwald / Wengen
4. Dezember 2026Villars-Gryon-DiableretsWinterbetrieb
5. Dezember 2026Adelboden-LenkWinterbetrieb
5. Dezember 2026Aletsch ArenaWinterbetrieb

Der Rest der 85 Gebiete in unserer Übersicht hat noch nichts kommuniziert. Das ist normal: Kleinere Gebiete legen sich im August bewusst nicht fest, weil ein verschobener Start teurer ist als ein spät angekündigter.

Das Muster: Höhe entscheidet, nicht Region

Interessanter als die Einzeldaten ist die Verteilung. Von den 85 Gebieten in unserem Datensatz startet die überwältigende Mehrheit erst im Dezember:

Oktober alle mit Gletscher
4 Gebiete
November Median 2971 m
9 Gebiete
Dezember der ganze Rest
72 Gebiete
Erster Betriebsmonat der 85 Gebiete in unserer Übersicht. Kein einziges Gebiet startet planmässig erst im Januar. Eigene Auswertung des Datensatzes von deinskigebiet.ch.

Die vier Oktober-Gebiete – Zermatt, Saas-Fee, Diavolezza, Engelberg-Titlis – haben eines gemeinsam: Sie alle haben einen Gletscher. Von den neun November-Gebieten liegt das Skigelände im Median bis 2971 Meter. Die 72 Dezember-Gebiete sind der Rest.

Das ist keine Zufälligkeit, sondern eine harte physikalische Grenze. Für einen Saisonstart im Oktober oder November braucht es entweder Gletschereis, auf dem die Schneeauflage von unten gestützt wird, oder Gelände hoch genug, dass im November die Beschneiung zuverlässig läuft. Beides haben in der Schweiz nur wenige.

Wie verbindlich ist so ein Datum?

Ehrlich: mässig. Ein im August angekündigter Termin ist eine Absichtserklärung, keine Zusage. Was ihn tatsächlich entscheidet, wird erst im Oktober und November klar:

  • Kälte, nicht Schnee. Die meisten Gebiete starten auf technisch erzeugtem Schnee. Dafür brauchen sie mehrere Nächte unter etwa minus 3 Grad Feuchtkugeltemperatur am Stück. Ein warmer November verschiebt Termine schneller als ein schneearmer.
  • Wind. Beschneiung bei starkem Wind verpufft, der Schnee landet neben der Piste.
  • Der Zeitpunkt der ersten Kältephase. Wer Ende Oktober zwei kalte Wochen erwischt, hat eine Grundlage, die den Novemberföhn übersteht. Wer sie nicht erwischt, startet später, egal was im August stand.

Wie der kommende Winter aussehen könnte, steht in unserer Prognose zum Saisonstart 2026/27. Kurz: Eine seriöse Aussage über den ersten Schnee lässt sich im August nicht treffen, und wer etwas anderes behauptet, verkauft etwas.

Was der Sommer 2026 damit zu tun hat

Ein Punkt, der dieses Jahr besonders zählt: Die Gletschergebiete starten normalerweise früh, weil sie einen Gletscher haben. Genau diese Voraussetzung hat der Hitzesommer 2026 angegriffen. Zermatt hat den Sommerskibetrieb Ende Juli gestoppt, der Gletscherschwundtag fiel schon auf den 29. Juni.

Das heisst nicht, dass der Winterstart am 1. November gefährdet ist – die Wintersaison hängt an der Schneedecke, nicht am Gletscherzustand des Vorsommers. Aber es heisst, dass die frühen Termine dieses Jahr genauer zu beobachten sind als sonst. Ein Gletscher, der im Oktober noch aper ist, braucht mehr Neuschnee als einer mit Firnauflage.

Der praktische Rat

Wer im Oktober oder November fahren will, plant kurzfristig. Nicht Wochen im Voraus buchen, sondern die Woche davor entscheiden, wenn die Bergbahnen die Anlagen effektiv freigegeben haben. In den frühen Wochen sind meist nur einzelne Abfahrten offen, nicht das ganze Gebiet.

Wer die Sportferien plant, kann sich auf Dezember verlassen. Von den 85 Gebieten öffnet keines planmässig erst im Januar.

Wer Schnee statt Datum will, schaut auf die Höhe. Ein Gebiet, das bis 3000 Meter reicht, hat im Dezember eine andere Ausgangslage als eines, das bei 1800 endet – nachzusehen auf den Gebietsseiten, wo Höhenband und Saisonmonate bei jedem Gebiet stehen.

Wir aktualisieren diese Übersicht, sobald weitere Gebiete ihre Termine kommunizieren.


Stand: 4. August 2026. Alle Termine ohne Gewähr und unter Vorbehalt der Schneelage; massgeblich sind die Angaben der Bergbahnen. Quellen: Saisonkalender von skiinfo.de und schneehoehen.de, Mitteilungen der Bergbahnen, eigener Datensatz für die Verteilung über alle 85 Gebiete.