Der Winter beginnt nicht an dem Tag, an dem der erste Lift läuft, sondern mehrere Wochen vorher, in den Nächten, in denen die Schneeerzeuger anspringen. Diese Nächte gibt es gerade nicht.

Aktualisiert am 27. September 2026. Die Zahlen sind neu geholt. Die erste Fassung vom 22. September rechnete über die sechzehn Tage bis zum 7. Oktober, diese hier über die bis zum 12.

Zwei Dinge haben sich verschoben, und beide sind bemerkenswerter als die Aktualisierung selbst. Das Kältefenster liegt fünf Tage später: Es stand auf dem 4. bis 6. Oktober und liegt jetzt auf dem 9. und 10. Und die Kälte hat die Region gewechselt. In der ersten Fassung führte Davos mit 19 Stunden, vor Arosa Lenzerheide mit 18. Heute steht Davos bei null und Arosa bei einer Stunde, vorne liegt Adelboden.

Wer wissen will, wie belastbar eine Sechzehntagevorhersage ist, hat hier die Antwort: für die ersten Tage brauchbar, für die letzten nicht.

Wir haben für zehn Schweizer Skigebiete den Ausblick für die nächsten sechzehn Tage geholt, gerechnet auf 2000 Metern, also auf der Höhe, auf der die frühen Pisten entstehen. Das Ergebnis in einem Satz: 134,6 Millimeter Niederschlag, davon 8,1 Zentimeter Schnee, und der fällt fast nur in einem Gebiet.

Wann es kalt genug wäre

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27.9.
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29.9.
30.9.
1.10. 24 mm Regen
2.10. 23 mm Regen
3.10.
4.10. 20 mm Regen
5.10.
6.10. 6 mm Regen
7.10. 33 mm, 3 cm Schnee
8.10. 15 mm, 4 cm Schnee
9.10.
10.10.
11.10.
12.10. 10 mm Regen
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Stunden mit einer Feuchttemperatur von höchstens minus zwei Grad, summiert über zehn Skigebiete und gerechnet auf 2000 Metern. Möglich wären 240 Stunden pro Tag, also zehn Gebiete mal 24 Stunden. Die drei Säulen über null sind die Tage, an denen irgendwo beschneit werden könnte; an den übrigen dreizehn Tagen ist es nirgends kalt genug. Die Mengen unter den Säulen sind die Summe über dieselben zehn Gebiete. Eigene Auswertung der Modelldaten von Open-Meteo (MeteoSchweiz und DWD), abgerufen am 27. September 2026, Höhe fest auf 2000 Meter vorgegeben. Skript: scripts/beschneiung-pruefen.mjs.

Drei Dinge stehen in dieser Grafik.

Erstens fällt zum ersten Mal etwas als Schnee. 8,1 Zentimeter über zehn Gebiete und sechzehn Tage, am 7. und 8. Oktober. Das klingt nach einer Wende und ist keine: 6,1 Zentimeter davon fallen in Zermatt, 1,3 in Andermatt, 0,8 in Airolo. Sieben der zehn Gebiete bekommen keinen einzigen Zentimeter.

Zweitens bleibt der Rest Regen. Der nasseste Tag ist der 7. Oktober mit 33 Millimetern. Am deutlichsten steht Grindelwald da: 36,9 Millimeter Niederschlag, der höchste Wert der Runde, davon null als Schnee, bei null kalten Stunden. Regen auf 2000 Metern nimmt Altschnee weg, er bringt keinen.

Drittens ist die Kälte nicht verteilt, sondern geklumpt. Sie kommt am 9. und 10. Oktober, mit 41 und 47 Stunden, und dann noch einmal kurz am 11. Davor liegen zwölf Tage am Stück, an denen keines der zehn Gebiete eine einzige Stunde unter der Schwelle hat. Beschneiung braucht aber zusammenhängende Nächte, nicht einzelne Stunden: Eine Anlage, die um zwei Uhr anläuft und um fünf wieder abstellt, hat den Aufwand und nicht den Schnee.

Warum die Lufttemperatur hier die falsche Zahl ist

In Wetterberichten steht die Lufttemperatur, und wer die nimmt, liegt regelmässig daneben. Entscheidend für eine Schneekanone ist die Feuchttemperatur: Wasser, das als Tropfen durch trockene Luft fliegt, kühlt sich durch Verdunstung selbst ab. Bei zwanzig Prozent Luftfeuchte lässt sich deshalb noch bei plus zwei Grad Lufttemperatur beschneien, bei neunzig Prozent nicht mehr.

Die Schwellen, wie sie Hersteller und Bahnen nennen: minus zwei Grad Feuchttemperatur ist der Grenzbereich, in dem moderne Lanzen knapp anlaufen, minus vier Grad ist verlässlicher Betrieb, und erst ab minus sechs Grad kommt die Menge zusammen, auf die es ankommt. Minus sechs Grad wird in diesen sechzehn Tagen in keinem der zehn Gebiete erreicht, an keiner einzigen Stunde. Der kälteste Wert der ganzen Runde sind minus 5,6 Grad in Andermatt.

Wo es am ehesten ginge

Adelboden Bern, Beschneiung erst ab 15. Oktober erlaubt
23 h
Engelberg Obwalden
21 h
Zermatt Wallis, einziges Gebiet mit nennenswertem Neuschnee
19 h
Andermatt Uri
14 h
Airolo Tessin
14 h
St. Moritz Graubünden
3 h
Arosa Lenzerheide Graubünden
1 h
Verbier Wallis
0 h
Davos Graubünden
0 h
Grindelwald Bern, Beschneiung erst ab 15. Oktober erlaubt
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Stunden mit einer Feuchttemperatur von höchstens minus zwei Grad in den sechzehn Tagen ab dem 27. September, je Gebiet auf 2000 Metern gerechnet. Möglich wären 384 Stunden. Der beste Wert der Runde, Adelboden mit 23 Stunden, sind 6,0 Prozent davon. Drei Gebiete kommen auf keine einzige Stunde: Verbier, Davos und Grindelwald. Fünf kommen auf keine Stunde unter minus vier Grad: dazu noch St. Moritz und Arosa Lenzerheide. Dieselbe Auswertung wie oben. Alle Gebiete auf derselben Höhe gerechnet, damit die Zahlen vergleichbar sind; das echte Beschneiungsgelände liegt je nach Gebiet höher oder tiefer.

Diese Reihenfolge stand vor fünf Tagen fast auf dem Kopf. Damals führten Davos und Arosa Lenzerheide das Feld an, heute stehen sie am Ende. Auf einer festen Höhe von 2000 Metern gerechnet zählt nicht, wie hoch ein Gebiet insgesamt reicht, sondern wie kalt die Luft über dem jeweiligen Tal liegt, und diese Luft ist in zwei Wochen eine andere.

Ausgerechnet dort, wo es ginge, ist es verboten

Adelboden steht mit 23 Stunden an der Spitze und darf trotzdem nicht. Im Kanton Bern gilt ein fester Kalender: Die Beschneiung ist vom 15. Oktober bis und mit 15. März zulässig, und daran ändert eine kalte Nacht am 9. Oktober nichts. Dasselbe gilt für Grindelwald, das allerdings ohnehin keine kalte Stunde hat.

Graubünden hat seine Termine 2007 gestrichen und verlässt sich auf die Bedingungen statt auf das Datum, hat in dieser Vorschau aber die wenigsten kalten Stunden: Davos null, Arosa eine, St. Moritz drei. Vor fünf Tagen war es genau umgekehrt, da lag Graubünden vorn und hätte auch gedurft. Die Regeln im Einzelnen stehen in unserem Beitrag dazu, wann ein Skigebiet überhaupt beschneien darf.

Was die Zahlen nicht sagen

Diese Vorschau endet am 12. Oktober. Weiter reicht ein Wettermodell nicht sinnvoll, und was danach passiert, wissen wir nicht. Wie wenig die hinteren Tage taugen, zeigt der Nachtrag oben: Das Kältefenster, das am 22. September noch auf dem 4. Oktober lag, liegt heute auf dem 9.

Sie gilt ausserdem für 2000 Meter. Die Gletschergebiete liegen tausend Meter höher und haben ihre eigenen Zahlen; die stehen bei den Öffnungsterminen der Gletscher. Dort ist die Lage uneinheitlich: Kaunertal hat den Start am 26. September abgesagt und nennt bis heute kein neues Datum, Pitztal ist am selben Tag aufgemacht, und Saas-Fee nimmt am 3. Oktober den Gletscherbetrieb wieder auf, zunächst nur mit den beiden oberen Skiliften.

Und sie sagt nichts darüber, ob ein Gebiet pünktlich öffnet. Wer im Dezember startet, hat bis dahin zehn Wochen Zeit, und in einem normalen Jahr sind die ersten brauchbaren Beschneiungsnächte ohnehin erst Ende Oktober. Was diese Zahlen zeigen, ist ein Rückstand, kein Ausfall. Welche Gebiete bereits einen Termin genannt haben, steht in der Übersicht der Öffnungszeiten.


Weiterlesen: Wann darf ein Skigebiet überhaupt beschneien? · Sechs Gletscher haben einen Termin · Wo kann man im Oktober Ski fahren? · Wie wird der Winter 2026/27?

Quellen und Methode

  • Wetterdaten: Open-Meteo, das die Modelle von MeteoSchweiz und dem DWD zusammenführt, abgerufen am 27. September 2026. Abgefragt wurden stündlich die Feuchttemperatur und die Luftfeuchte sowie täglich Niederschlag und Neuschnee, für sechzehn Tage ab dem Abrufdatum. Die erste Fassung dieses Beitrags rechnete mit dem Abruf vom 22. September.
  • Höhe: Für jedes Gebiet fest auf 2000 Meter vorgegeben. Ohne diese Vorgabe rechnet das Modell mit der Geländehöhe seines Gitterpunkts, und die liegt im Hochgebirge regelmässig mehrere hundert Meter daneben. Die feste Höhe macht die zehn Gebiete vergleichbar; sie entspricht nicht dem tatsächlichen Beschneiungsgelände jedes einzelnen.
  • Schwellenwerte: minus zwei Grad Feuchttemperatur als Grenzbereich, minus vier Grad als verlässlicher Betrieb, minus sechs Grad für hohe Ausbringung. Das sind die Werte, die Hersteller und Seilbahnen nennen; eine exakte Grenze gibt es nicht, weil sie von Anlage, Wasserdruck und Wind abhängt.
  • Beschneiungskalender: Kanton Bern, Verordnung über die Beschneiung, 15. Oktober bis 15. März. Graubünden, Wegleitung des Amts für Raumentwicklung, Fassung 2007, «Verzicht auf einen fixen frühestmöglichen Einschneitermin». Beide im verlinkten Beitrag im Wortlaut.
  • Gletschertermine: Mitteilungen auf kaunertaler-gletscher.at, pitztaler-gletscher.at und saas-fee.ch, alle abgerufen am 27. September 2026.
  • Nachrechnen: Das Skript, das die Zahlen holt, liegt im Repository unter scripts/beschneiung-pruefen.mjs. Ein erneuter Aufruf liefert den Stand von heute, nicht den vom 27. September.